Sehenswürdigkeiten Varazdin
Vor dem Südeingang des Stadtkerns, Ecke CesarCeva- und ZagrebaCka-Straße, liegt das Palais Patacic-Puttar. Es ist ein einstöckiges Palais. Das Palais ist im barock-klassizistischen Stil im Jahre 1745 größtenteils vom Varazdiner Baumeister Joseph Hauk, gestaltet. Gegenüber steht das Gebäude des Kroatischen Nationaltheaters, erbaut 1873 im Stil der Neurenaissance nach Entwürfen des Wiener Architekten Hermann Gottlieb Helmer. Die Arbeiten führte Janko Jambriscak aus Zagreb.
Den Mittelpunkt des Platzes Trg slobode bildet die dem Schutzpatron der Stadt geweihte Pfarrkirche des St. Nikolaus. Der ursprünglich romanische Bau war noch im Jahre 1672 lediglich um gotische Merkmale bereichert. Die heutige Kirche mit Seitenkapellen und breitem Chorraum entstand in der Zeit des barocken Wiederaufbaus der Stadt 1753–61.
Die der Geburt Christi geweihte Klosterkirche entstand 1729. Das daran anschließende zweistöckige Klostergebäude mit klassizistischer Front wurde 1749 errichtet. Die Klosterkapelle im Obergeschoß birgt einen Altar mit Bildsäulen des Meisters J. Straub aus Maribor (18. Jh.).
Nördlich des Ursulinenklosters steht das berühmteste historische Baudenkmal der Stadt, in jüngerer Zeit das Alte Schloß genannt. Die Anlage diente als Wohn- und Verteidigungsburg, und seit 1925 sind darin verschiedene Sammlungen des Städtischen Museums untergebracht. Sie entstand vom 14.–19. Jh. Die ältesten Gebäudeteile sind zwei gotische Türme, die auf Grundmauern aus älterer Zeit ruhen. Zum Zwecke der Verteidigung gegen die Türken wurde die mittelalterliche Anlage in den 60er Jahren des 16. Jh. zu einer modernen Festung im Renaissancestil ausgebaut.
Auf der Ostseite des Platzes Trg Miljenka Stancica steht das Palais Sermage, ein einstöckiges Eckhaus im Rokokostil aus dem Jahre 1759. An der mit Medaillons geschmückten Stirnseite sieht man ein Steinportal und einen Balkon. Die barocken Galerien der Innenhofseite erhielten in der 2. Hälfte des 18. Jh. einen repräsentativen Treppenaufgang mit abschließendem Steinaufsatz (Laterne). Das Palais beherbergt heute die Galerie alter und junger Meister. Der Turm Lisakova kula am Platz Trg bana Jelacica ist ein massives einstöckiges Gebäude aus dem 16. Jh.
Auf der Nordseite des Platzes Trg kralja Tomislava steht das Rathaus, das bedeutendste historische Baudenkmal von Varazdin. Der Bau ist vermutlich zum Teil romanisch und weist als einstigen Turmeingang einen gotischen Bogen auf. Er wurde im 16. Jh. unter der Aufsicht des Varazdiner Baumeisters Juraj Fleischmann umgebaut.
Auf der Ostseite des Platzes Trg kralja Tomislava steht das Palais Draskovic. Das heutige Aussehen des Palais mit seiner Stirnfassade im Rokokostil entstand vermutlich in der 2. Hälfte des 18. Jh. Im nachträglich angebauten Südflügel hielt der kroatische Landtag in der Zeit von 1756 bis 1776 seine Sitzungen ab.
Gegenüber dem Rathaus sieht man das Gebäude des einstigen Jesuitenklosters und die Kirche Maria Himmelfahrt. Die Kirche gehörte zunächst zum Jesuitenorden, danach zum Paulinerorden; heute ist sie die Domkirche des VaraZdiner Bistums. Das Portal mit dem Familienwappen der Draskovic entstand 1656. Die heute Form der Stirnseite geht auf das 18. Jh. zurück. Wertvoll sind die Altäre des hl. Ignatius von Loyola (1742) und des hl. Franz Xaver (1743), deren Bildsäulen aus der Werkstatt des Varazdiner Bildhauers I. A. Rosemberger stammen. Das Gewölbe der Sakristei ist mit Fresken des Varazdiner Malers B. Grueber ausgemalt. Die neben der Kirche errichtete Kapelle der hl. Maria von Loreto (vor 1659) birgt die Familiengruft der Draskovic. Das zweistöckige Jesuitenkloster neben der Kirche erbaute Jakob Schmerleib 1679–91.
Östlich der Mariä-Himmelfahrts-Kirche steht das alte Varazdiner Gymnasium, heute Sitz des bischöflichen Ordinariats. Das Gebäude stammt zum Teil aus dem Jahre 1651 und wurde im 19. Jh. erweitert. Südlich der Kirche und des Klosters sieht man das monumentale Gebäude des einstigen Jesuitenseminars, bekannt auch unter dem Namen Palais Zakmardi, das zur Unterkunft unbegüterter Schüler des Varazdiner Gymnasiums diente. Die Arbeiten führten von 1668–72 Jakob und Blaz Jancic aus.

deutsch
english
hrvatski