Geschichte zu Varazdin
Varazdin wurde erstmals 1181 als Siedlung erwähnt. Das heutige Varazdin entwickelte sich aus der an die Burg (Altes Schloß) sich anlehnenden Vorstadt. Auf Erlaß des kroatisch-ungarischen Königs An-dreas II. erhält es 1209 die Privilegien einer freien königlichen Stadt, die im Jahre 1220 von König Béla IV. bestätigt werden. Ende des 14. Jh. fällt die Festung an die Grafen von Cilli (Celje). Im Verlauf der nächsten Jahrhunderte wechselt die Anlage mehrmals ihre Besitzer. Den größten Einfluß auf ihre Entfaltung nehmen Beatrice Frankopan, Markgraf Georg von Brandenburg und insbesondere Baron Ivan Ungnad, der die bestehenden Befestigungsvorrichtungen umbauen und verstärken läßt. Ende des 16. Jh. geht Varazdin in den Besitz der Grafen Erdődy über, die für mehrere Jahrhunderte das erbliche Amt des Varazdiner Gespans innehaben werden. Der kulturelle Aufschwung der Stadt macht sich in der Zeit der Reformation und der Gegenreformation bemerkbar. Nach seiner Niederlassung in der Stadt eröffnet der Jesuitenorden ein Gymnasium und das Zakmardi-Konvikt, es entstehen Jesuitenkirchen und -klöster (Beginn der Barockisierung der Stadt). Im 18. Jh. leben hier viele Großwürdenträger des Banats Kroatien (die Adelsfamilien DraSkoviC, KegleviC, PataCiC, Sermage u.a.), und 1755 wird VaraZdin zum Verwaltungszentrum des Banats Kroatien (Sitz des Banatsgerichts, des Kroatischen Königlichen Rats, ab 1767, und der Kameralschule, 1769–72). Dem Großbrand von 1776 fällt ein beträchtlicher Teil der Stadt zum Opfer, so daß das Zentrum von Verwaltung und Politik erneut nach Zagreb verlegt wird. Die Stadt wird nach dem Brand wiederaufgebaut und ist heute, dank der großen Zahl von Kultur- und Geschichtsdenkmälern, der Mittelpunkt im Kultur- und Geistesleben Nordkroatiens.

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